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Worauf man bei Feedback achten sollte

Ein paar Grundregeln helfen, damit Feedback auch gelingt.

Feedback ist niemals eine Einbahnstraße. So wie man als Lehrkraft Feedback an die Lerner*innen gibt, gilt es auch, regelmäßig Feedback einzuholen. Eine hilfreiche Grundeinstellung für diesen Prozess ist ein echtes Interesse daran, den Unterricht gemeinsam mit den Lerner*innen zu verbessern. Man kann das mit dem Steuern eines Segelschiffs vergleichen. Um eine Wende zu meistern, wird immer erst gefragt, ob alles klar zur Wende ist. Erst wenn alle bereit sind für das Manöver, geht es los.

Um Feedback einzuholen, ist es enorm wichtig, geeignete Fragen zu formulieren. Diese Fragen sollten allerdings keineswegs die Urteilskompetenz der Lerner*innen überfordern. Lerner*innen können sehr wohl einschätzen, ob die Zeit für eine Sequenz gereicht hat oder ob die Aufgabenstellung klar war. Sie können dagegen nicht einschätzen, ob sie einen guten Überblick über neue Inhalte erhalten haben.

Bei der Auswertung von Feedback kann es außerdem auch geschehen, dass eine Lehrkraft an ihre eigenen blinden Flecken gerät. Hier gilt die Faustregel: wenn die Mehrheit der Lerner*innen anmerkt, dass man zu lange und zu viel erklärt, sollte man das erst nehmen. Den Lerner*innen auf so ein Feedback hingegen zu erklären, warum Erklären wichtig ist, ist kontraproduktiv. Stattdessen sollte man die Lerne*innen fragen, was sie sich wünschen. Was ihrer Meinung nach im Kurs funktionieren kann und/oder was sie selbst dafür tun möchten. Feedback einholen, heißt also vor allem sehr aufmerksam zuzuhören.

Es kann allerdings auch die Gefahr bestehen, dass einzelne Aussagen überbewertet werden. Um das zu vermeiden, sollte lediglich widersprüchliches Feedback diskutiert werden. So kann man herausfinden ob nur einzelne Personen finden, dass das Thema für sich nicht interessant ist oder ob das mehrere betrifft.

Feedback braucht immer eine Rückmeldung. Die Lerner*innen sollten erfahren, dass sie mit ihrer Meinung tatsächlich etwas bewirken können. Wichtigste Punkte des Feedbacks sollten daher zusammengefasst, Anregungen hervorgehoben und Konsequenzen für den Fortgang des Unterrichts abgeleitet werden.

Wer nicht bereit ist, auf der Basis des Feedbacks Änderungen vorzunehmen, sollte lieber kein Feedback einholen. Genauso wie man Feedback nicht permanent und wie einen Selbstläufer benutzen sollte. Um noch einmal im Bild des Segelboots zu bedienen: Wer ruhig im Hafen liegt, braucht die Mannschaft nicht zu fragen, ob alles klar zur Wende ist.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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