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Was heißt LMS?

LMS gehören in den modernen Sprachunterricht – aber was bedeutet das eigentlich?

Um den Einsatz von digitalen Medien kommt man in Deutschkursen mit Erwachsenen heutzutage nicht mehr herum. Wie so oft, gibt es auch in diesem Fall Skeptiker und Befürworter. Allerdings lautet die Frage schon längst nicht mehr, ob digitale Medien in den Deutschkursen einzusetzen sind, sondern wie man sie am besten zur Lernförderung nutzt. So finden sich auch auf den BAMF-Listen der zugelassenen Lehrwerke für Integrations- oder berufsbezogene Deutschkurse LMS-basierte Lehrwerke. Was das allerdings bedeutet, soll hier einmal genauer beleuchtet werden.

LMS ist die Abkürzung für Lernmanagementsystem (oder auch Learning Management System). Lernmanagementsysteme sollen Lehrkräften ermöglichen, einen Kurs virtuell anzulegen. Das wiederum bedeutet, dass Aufgaben in einem virtuellen Lernraum gezielt an die Lerner*innen vergeben werden, und dass die Bearbeitung dieser Aufgaben durch die Lerner*innen von der Lehrkraft begleitet wird. Das schließt u.a. das Versenden von Rückmeldungen an die Lerner*innen ein.

Ein Lernmanagementsystem dient zusammengefasst also der Bereitstellung von Lernmaterialien, der Verwaltung von Lerninhalten, der Organisation von Lernvorgängen und der Beurteilung der Lerner*innen. Eines der bekannten und für den Deutschunterricht mit Erwachsenen sehr gut funktionieren LMS ist das VHS Lernportal.

Der Erfolg des Lernprozesses hängt allerdings wie immer von klar definierten Lernzielen und einem bewussten Einsatz der dafür geeigneten Methoden und Tools ab. Darüber hinaus spielen im virtuellen Raum die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lehrenden und Lernenden eine nicht zu unterschätzende Rolle. So müssen LMS die Möglichkeit zum Austausch zwischen den Lehrkräften und den Lerner*innen ermöglichen. Das kann beispielsweise im Chat oder in Foren geschehen.

LMS werden nicht nur im Online-Unterricht, sondern ergänzend auch im Präsenzunterricht eingesetzt. Moderner Sprachunterricht profitiert ungemein vom Einsatz multimedialer Lernmodule. Ein Beispiel ist, den Lerner*innen Materialien, Hörtexte oder Arbeitsblätter online zur Verfügung zu stellen. Der Weg zum mediengestützten Selbstlernen ist von hier aus nicht mehr weit.

In Zeiten von Smartphone und Co sind im Netz abrufbare Lernmodule zum selbstgesteuerten Lernen ein nicht mehr wegzudenkender Zugang. Da Lerner*innen orts – und zeitunabhängig auf die Lerninhalte im Netz zugreifen können, wird der Zugang zum Deutschlernen außerhalb des Kursaumes ungemein erleichtert.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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