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Feedbackmethoden für zwischendurch

Feedbackmethoden sind nicht nur am Ende einer Lerneinheit sinnvoll.

Eine Feedbackmethode, die man sehr gut innerhalb von Lernprozessen anwenden kann, ist das so genannte Stimmungsbarometer. Es eignet sich, wie der Name schon sagt, dafür, die Stimmung einer Gruppe, aber auch einzelner Lerner*innen, einzufangen. Was schließlich auch dafür sorgt, darüber sprechen zu können. Für die positive Gruppendynamik ist das ein sehr großer Gewinn.

Das Stimmungsbarometer wird am besten auf einem Poster durchgeführt. Damit es anonym bleibt, kann es an der verdeckten Pinnwand angeheftet werden. Das Poster enthält immer eine Frage und eine Skala von 0 bis 100 Prozent. Smilies gehen auch. Die Lerner markieren mit einem Strich oder mit Klebepunkten ihre Position auf der Skala. Die Frage kann beispielsweise ein Satzanfang sein: „Im Kurs fühle ich mich momentan...“ oder: „Die Zusammenarbeit in unserer Gruppe verlief...“

Man kann das Stimmungsbarometer auch individualisiert durchführen, indem jede*r Lerner*in einen eigenen Vordruck enthält. Da Feedback immer auf subjektiven Einschätzungen beruht, kann es natürlich vorkommen, dass innerhalb derselben Gruppe ganz unterschiedliche Rückmeldungen zu Tage treten. In diesem Fall sollte nachgefragt werden.

Eine weitere Form als Kursleitender im Deutschkurs Rückmeldungen über einen laufenden Lernprozess einzuholen, ist das Änderungs- oder auch Bestätigungsfeedback. Hierbei schreiben die Lerner*innen auf einen Vordruck kurze Sätze zu den folgenden drei Punkten: „Das hat mir gefallen…“/ „Das würde ich ändern…“/ „Außerdem möchte ich noch sagen…". Dieses Feedback kann übrigens auch für Leistungsbewertungen der Lerner*innen untereinander eingesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit für zwischendurch ist das Inhalts-Feedback. Hierbei stehen folgende Fragen zur Diskussion: „Was war der wichtigste Inhalt der heutigen Veranstaltung?“ und „Was war der schwierigste Inhalt?“ Außerdem wird nach Unklarheiten gefragt. Das kann in offener Form oder mit Vorgaben, wie zu schwer, Aufgabe unklar, zu schnell u. ä., erfolgen. Auch kann ganz konkret nach Verbesserungswünschen gefragt werden.

Diese Form des Feedbacks regt zur Reflexion des Lernprozesses auf der Metaebene an. Es unterstützt die Lerner*innen dabei, Verantwortung für sich und für die Gestaltung des Lernprozesses zu übernehmen.

Für Kursleiter*innen ist es hilfreich, eine Zusammenfassung des Feedbacks zu notieren. Hierbei sollte vor allem auf die häufigsten Kritikpunkte geachtet werden und auf die Aussagen, bei denen die Meinungen weit auseinandergehen.

 

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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