arrow-down arrow-to-left arrow-to-right arrow-up bc-left check delete download facebook google-plus home map menu print search smiling three-lines top-left twitter youtube

Digital und Kooperativ

Das sind zwei Dinge, die unbedingt zusammengehören.

Schon vor der Pandemie war es in vieler Munde – die Digitalisierung des Unterrichts. Selbst die Hartliner des Präsenzunterrichts (im Raum, mit einem richtigen Buch) konnten bemerken, dass vielerorts neue Technik in die Kursräume einzog und damit schließlich auch digitale Versionen der Lehrwerke.


Nun ist digitaler Unterricht weit mehr als das Abarbeiten eines digitalen Lehrwerks. Das ist, nebenbei gesagt, auch in der „althergebrachten“ Form kein Unterricht (siehe Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer). Auch in digitalen Unterrichtsformen geht es darum, die Lerner*innen aktiv einzubinden und die Schlüsselworte sind EduApps und Learning Managament Systeme (LMS).


Damit Lerner*innnen der aktive Part im digitalen Unterrichtsgeschehen sind, empfehlen sich auch hier sämtliche Formen des kollaborativen Arbeitens. Das heißt, die digitalen Medien sollten so genutzt werden, dass die Lerner*innen in Gruppenarbeit nicht nur miteinander kommunizieren, sondern in Kooperation mit anderen Lerner*innen an gemeinsamen „Lernprodukten“ arbeiten können. Und das ist eine der großen Herausforderungen des digitalen Unterrichts. Eine weitere ist, die digitalen Technologien so einzusetzen, dass selbstgesteuerte Lernprozesse unterstützt werden.


Die Lerner*innen sollten ihren eigenen Lernprozess stets überprüfen, reflektieren und bestenfalls auch planen können. Sämtliche Werkzeuge der Lernerautonomie kommen also auch im digitalen Unterricht zum Tragen – wie die selbstständige Lösungskontrolle oder die Dokumentation des Lernfortschrittes.


Lernungewohnte Lerner*innen oder digitale Neulinge gilt es an dieser Stelle allmählich zu selbstständigeren Lernformen hinzuführen. Es ist eine ständige Gradwanderung: Auf der einen Seite sollen die Lerner*innen nicht überfordert werden, was zur Folge hätte, dass sie sich selbst überlassen oder im digitalen Raum verloren fühlen. Auf der anderen Seite müssen Gelegenheiten für eigenständiges Ausprobieren vorhanden sein. Und nicht zu vergessen, entwickelt sich die digitale Kompetenz nur durch Ausprobieren und Wiederholen vom Konsumenten hin zum Produzenten (Funk. 2019).


Eine mögliche Progression ist, rein konsumtiv, durch den Einsatz von you-tube (Videos, Tutorials animierte Grammatik), zu starten. Mit richtig-falsch und Zuordnungsübungen zu reaktiven Formen überzugehen. Wenn die Lerner*innen soweit sind mit konstruktiven Aufgaben (Erstellung von eigenen Aufgaben mit digitalen Medien) weiterzumachen, um schließlich bei konstruktiv-kollaborativen Lernformen, bei denen z.B. im Team Übungen für andere Teams erstellt werden, anzukommen. Kreative Anwendung von Sprache ist bei all dem das Schlüsselwort.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

< zurück

Weiterempfehlen: