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Maria Montessori

Der Grundgedanke der Montessoripädagogik lautet: Hilf mir, es selbst zu tun.

Eine bis heute nachhaltig wirkende Pädagogin ist Maria Montessori – Ein guter Grund einmal auf ihr Leben und ihr Wirken zu blicken. 

Maria Montessori wurde am 31. August 1870 in Chiravalle bei Ancona (Italien) geboren. Sie studierte erst einmal Ingenieurwesen und Mathematik, um im Anschluss daran ein Medizinstudium aufzunehmen. Das war 1892 überhaupt keine Selbstverständlichkeit. Montessori war die erste Frau in Italien, die überhaupt ein Medizinstudium begann und auch die erste Frau in Italien, die einen Doktortitel der Medizin erlangte.

Nach dem Medizinstudium arbeitete sie auf der psychiatrischen Station eines Krankenhauses mit geistig behinderten Kindern. Der Grundstein für ihr bahnbrechendes pädagogisches Konzept wurde genau hier gelegt. Montessori bemerkte, dass den Kindern lediglich die Förderung fehlt, um sich trotz der Behinderung entwickeln zu können. So erstellte sie spezielle Arbeitsmaterialien, ihr so genanntes „Sinnesmaterial“, das die Neugier der Kinder wecken soll. Damit konnte die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit der Kinder nachhaltig angeregt und gefördert werden. 

Montessori war hier aber noch lange nicht am Ende ihrer eigenen Entwicklung. Sie studierte noch einmal Anthropologie und Psychologie, um schließlich ab 1904 als Professorin für Anthropologie in Rom zu wirken.1907 übernahm Maria Montessori ein Kinderhaus in San Lorenzo, einem Vorort Roms. Hier konnte sie die von ihr entwickelten Lernmaterialien sehr erfolgreich anwenden und ihr Bildungskonzept in Form gießen. 

1909 veröffentlichte Maria Montessori ihr Hauptwerk "Il metodo", in dem sie ihre Bildungsidee im Detail darlegt. Zahlreiche Reisen und Aufenthalte im Ausland, zum Beispiel in Indien, sorgten für das Bekanntwerden ihrer Ideen über die Landesgrenzen Italiens hinaus. Ebenfalls startete sie den ersten internationalen Lehrgang zur Ausbildung von Lehrkräften, die nach Montessori-Prinzipien unterrichteten. Vor allem in Europa, aber auch in Amerika, entstanden zahlreiche Montessori-Schulen.

Ihr bis heute in den Montessori Schulen umgesetztes Konzept beruht auf der Idee, dass jedes Kind ein „Baumeister seines Selbst“ sei. Ein wesentlicher Grundansatz ihrer Pädagogik ist, dass durch die Beobachtung des Kindes die Lehrenden dazu geführt werden, geeignete didaktische Techniken anzuwenden, um so den Lernprozess optimal zu fördern. Montessori brachte zum ersten Mal die Formen des offenen Unterrichts und der Freiarbeit in die Bildung ein. 

Auch für den Deutschunterricht mit Erwachsenen vor allem im niedrigschwelligen Bereich und in der Alphabetisierung sind Ansätze der Montessoripädagogik durchaus zu empfehlen. 

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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