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Das Europäische Profilraster für Sprachlehrende (EPR)

Zwei Lerner*innen sitzen an einem Schreibtisch, neben ihnen steht ein Lehrer. Alle lächeln.

Auch eine Lehrkraft lernt immer dazu.

Von Oktober 2011 bis Oktober 2013 führte die Europäische Kommission ein Gemeinschaftsprojekt mit Partnern in neun europäischen Ländern durch. Ziel dieses Projektes war es, Sprachlehrende in ihrer professionellen Weitentwicklung zu unterstützen und somit zur Qualitätssicherung von Sprachunterricht beizutragen. Im Ergebnis dieses Projektes ist das Europäische Profilraster für Sprachlehrende, kurz EPR, entstanden.

Wenn man so will, ist das EPR ein Angebot zur permanenten persönlichen Weiterentwicklung. Mit dem EPR soll über mögliche Entwicklungsschritte in der beruflichen Laufbahn einer Lehrkraft informiert werden. Wenn man es genau liest, kann man hier auch Vorschläge zur persönlichen Fort-und Weiterbildung finden. Im EPR sind die zentralen Kompetenzen von Sprachlehrenden beschrieben. Diese sind in sechs Entwicklungsphasen dargestellt: vom Neuling bis zur sehr erfahrenen Lehrkraft.

Das EPR zeigt, dass professionelle Entwicklung auf verschiedene Weise erfolgen kann. Selbstverständlich bietet sich die Teilnahme an Fortbildungen oder Workshops an. Aber auch die Lektüre von Fachtexten ist relevant. Ein wesentlicher Aspekt sind Hospitationen oder kollegiale Unterrichtsbeobachtungen, die vom Austausch und gegenseitiger Reflexion begleitet werden. Überhaupt ist der Austausch mit Kolleg*innen und Fortbildenden, beispielsweise über Lehr- und Lernmaterialien, ein wesentlicher Baustein in der individuellen Weiterentwicklung. 

Um welche Kompetenzen geht es schließlich im EPR? An erster Stelle stehen selbstverständlich die eigenen Sprachkenntnisse sowie die Sprachkompetenz, gefolgt von der Ausbildung oder Qualifikation. Eine weitere Kompetenz ist das bewertete Unterrichten. Hier steht am Beginn der Entwicklung das Sammeln von Erfahrungen, indem nur einzelne Abschnitte einer Unterrichtseinheit gehalten werden, gefolgt von Austausch und Rückmeldung durch erfahrene Lehrkräfte. Am anderen der Skala befindet sich u.a. der Hinweis, dass mindestens 14 eigene Unterrichtseinheiten beobachtet und bewertet wurden, zu denen eine dokumentierte Rückmeldung vorliegt. 

Weiter spielen die Unterrichtserfahrung, die Didaktik und Methodik, die Unterrichts- und Kursplanung, die Steuerung von Interaktion und natürlich das Evaluieren eine Rolle. Bei letzterem wird mit dem Bewerten von Lernzielkontrollen aus Lehrwerken gestartet und mit dem Erstellen von Aufgaben, die zur Beurteilung aller Fertigkeiten und auf allen Niveaustufen geeignet sind, abgeschlossen. Hier geht es zur elektronischen Version des Europäischen Profilraster für Sprachlehrende.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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