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April 2018

Wie kann man auch ohne Tests überprüfen, was die Teilnehmenden gelernt haben?

Lernerfolge sichtbar machen durch Methoden, die Bestandteil des Unterrichts sind.

Lernerfolge sichtbar machen, geht auch ohne Tests – durch Methoden, die Bestandteil des Unterrichts sind.

Fragerunden sind nicht nur gute Themeneinstiege und können eine Abwechslung zum gern genommenen Einstieg über Bilder sein. Fragerunden dienen auch dazu, das Vorwissen zu aktivieren, die Interessen und das Wissen der Teilnehmenden in den Kurs zu holen und somit Wege zum selbstbestimmten Lernen zu öffnen.

Wie geht man vor? Jeder Teilnehmende schreibt eine Frage zum entsprechenden Thema auf einen Zettel. Das kann beispielsweise „Freizeitaktivitäten“ lauten. Es könnten Fragen auftauchen wie: „Was kann man am Nachmittag machen?“ oder „Was machen Sie am Vormittag?“ Alternativ kann eine Fragerunde auch in Kleingruppen durchgeführt werden, indem z. B. jedes Gruppenmitglied eine Frage auf ein Plakat schreibt.

Die Zettel oder die Plakate werden anschließend im Raum verteilt. Nun beginnen die Teilnehmenden die Fragen zu beantworten. Das kann mündlich oder schriftlich erfolgen, einzeln, in Zweier- oder in Kleingruppen.

Je nach Zielsetzung kann man die Methode hier beenden. Man kann aber auch über eine Punktebewertung herausfinden, welche der Fragen die Teilnehmenden am meisten interessieren und somit teilnehmerorientiert weiterarbeiten. Fragerunden können übrigens auch für gruppendynamische Prozesse genutzt werden, beispielsweise zur Planung gemeinsamer Aktivitäten und Vorhaben.

Als weitere Methode, um direktes Feedback innerhalb des Lernprozesses einzuholen, eignet sich das One-Minute-Paper. Diese Methode kann schnell und gezielt den aktuellen Wissensstand der Teilnehmenden zu einzelnen Aspekten erfassen. Man kann sie auch als Postkartenmethode durchführen.

Am Ende einer Lerneinheit schreibt der Kursleitende Fragen an die Tafel (Folie), die innerhalb einer Minute (bei langsameren Gruppen auch zwei) auf einem Zettel beantwortet werden. Je nach Leistungsniveau sind hier ganze Sätze oder nur Stichworte gefragt. Bei der Postkartenmethode schreiben die Teilnehmenden eine kurze Mitteilung an den Kursleitenden. Die Zettel oder Postkarten werden im Anschluss vom Kursleitenden analysiert.

Frage können z. B. sein: „Was haben Sie gelernt?“, „Was hat Ihnen (nicht) gefallen?“, „Was haben Sie (nicht) verstanden?“, „Was hat Sie (besonders) interessiert?“, „Was hat Sie nicht interessiert?“

So erfasst man schnell, was tatsächlich in den Köpfen geblieben ist, und auch offene Fragen werden deutlich. Auf Seiten der Teilnehmenden werden durch die gezielten Fragen noch einmal die Inhalte und Lernerfolge bewusst gemacht. Darüber hinaus dient diese Methode dazu, das Ende der Unterrichtssequenz zu markieren.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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