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Dezember 2019

Was macht gute Arbeitsblätter aus?

Wie aus einer „Zettelwirtschaft“ brauchbare Arbeitsblätter werden.

Arbeitsblätter werden im DaF-Unterricht gern als Zusatzmaterial genutzt. Damit jedoch Arbeitsblätter nicht zu einer chaotischen Zettelwirtschaft ausufern und tatsächlich sinnvoll für den Lernprozess genutzt werden können, sind einige Kriterien zu beachten.

Sind die Arbeitsblätter beispielsweise lediglich Kopien von Texten oder anderen Vorlagen, ist für die Lernenden meistens nicht der Zusammenhang zum jeweiligen Thema ersichtlich und somit auch der Lernbezug nicht geklärt. Das Gleiche geschieht, wenn zu viele Arbeitsblätter im Unterricht umgehen. Die Lernenden können dadurch den Überblick verlieren und wissen nicht mehr, in welchen Kontext das jeweilige Blatt gehört. Damit wird die selbstständige Wiederholung unmöglich.

Dabei sind Arbeitsblätter praktisch die Alleskönner unter den Unterrichtsmaterialien: Mit ihnen kann man ein neues Thema vorbereiten und einleiten, sie können in eine Problemstellungen einführen und so das Problembewusstsein für bestimmte Inhalte schärfen, sie können Neugier wecken, Informationen, Aussagen oder Fakten beinhalten, den Unterrichtsstoff vertiefen, Übungen, Wiederholungen bis hin zu Leistungskontrollen oder Tests anbieten, Hausaufgaben aufbereiten und grundsätzlich zu einer tiefer gehenden Beschäftigung anregen.

Damit Arbeitsblätter tatsächlich ihre volle didaktische Funktion entfalten, ist es hilfreich, wenn sie klar und übersichtlich aufgebaut sind. Dennoch sollten sie auch abwechslungsreich gestaltet sein, z.B. durch Visualisierungen wie Grafiken, Bilder oder andere gestalterische Elemente. Die Schrift ebenso wie Bildunterschriften, Diagramme und ähnliches sollten unbedingt gut zu lesen sein.

Grundsätzlich sollte pro Arbeitsblatt nur ein Thema bearbeitet werden, um die Konzentration der Lernenden so auf den Inhalt zu lenken. Am wichtigsten ist aber, dass Arbeitsblätter kurze, konkrete Arbeitsaufträge mit klaren Angaben zur Abfolge der Arbeitsschritte enthalten, so dass die Lernenden das Arbeitsblatt ganz systematisch „abarbeiten“ können. Arbeitsblätter, die keine sinnvolle Strukturierung des Arbeitsweges beinhalten, sind nicht wirklich brauchbar.

Auch eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Unterrichtsinhalt und Thema sollte auf den ersten Blick möglich sein, ebenso wie der Bezug zum Lehrwerk (welche Lektion, Aufgabe) hervorzuheben ist. Zu beachten sind darüber hinaus auch die Quellenangaben sowie das Copyright. Falls Hilfsmittel benutzt werden sollen, gehören natürlich auch die Angaben zu den nötigen Hilfsmitteln auf das Arbeitsblatt (Internetseiten, Wörterbücher etc.). Um schließlich in puncto Zettelwirtschaft auf Nummer sicher gehen, schadet es nicht, dafür zu sorgen, dass die Arbeitsblätter auch systematisch in einen Extraordner abgeheftet werden.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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