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April 2018

Texte schreiben – Teil 1

Das Schreibtraining ist elementar und von Anfang an in den Kursalltag einzubinden

Geschriebene Texte unterliegen anderen Regeln als die gesprochene Sprache. Ein Teilnehmender, der sich sehr gut mündlich ausdrücken kann, hat nicht automatisch die Kompetenz erworben, komplexe Sachverhalte auch schriftlich an den Adressaten zu bringen.

Das fängt schon beim regelrechten Gebrauch des Akkusativs an, den wir gesprochen ganz gerne wegnuscheln, ohne dass sich jemand daran stört. Ebenso verhält es sich mit den Nebensätzen, die geschrieben ihren entsprechenden Konnektor sowie das Verb an der richtigen Stelle brauchen, mündlich aber auch mal unterbrochen sein können oder mit Neueinsätzen starten, ohne dass das Textverständnis gestört ist.

Der GER verlangt auf A1-Niveau die Kompetenz, einfache, meist stichpunktartige schriftliche Mitteilungen zu vertrauten Themen schreiben zu können. Die wenigen einfachen grammatischen Strukturen und Satzmuster müssen noch nicht sicher angewendet werden. Auf A1-Niveau sollte also bereits gezielt das Schreiben von einfachen Mitteilungen oder Notizen trainiert werden.

Inhalte der Schreibaufgaben können sein: sich für ein Geschenk bedanken, dem Kursträger oder Kursleitenden mitteilen, dass man krank ist oder einen Termin hat, andere Teilnehmende nach den Hausaufgaben fragen, zum Geburtstag gratulieren und natürlich die persönlichen Angaben niederschreiben.
Schreiben lernt man nur durch Schreiben. Bereits in der Aufgabenstellung sollte die Struktur, die im Text verlangt wird, deutlich gemacht werden. Damit gibt man den Schreiblehrlingen ein Gerüst vor, an dem sie sich entlanghangeln können. Außerdem helfen Stichworte und Redemittel, die wie im Baukastenprinzip angewendet werden können.
Das Schreibtraining muss und sollte nicht unbedingt im Einzeltraining stattfinden. Auch hier lässt sich das positive Potenzial von Lerngruppen nutzen. Außerdem entsteht beim gegenseiteigen Kontrollieren der Texte der Mehrwert der Fehlererkennung. Fehler erkennen ist ein äußerst wichtiger und notwendiger Schritt auf dem Weg zum korrekten Formulieren.

Übungsmöglichkeiten bietet auch der Einsatz von Smartphones: Die Teilnehmenden können sich untereinander kurze Nachrichten schicken (sich über Wege austauschen oder was sie nach dem Kurs machen möchten). Einzelne Beispiele aus den Chats sollten dann an der Tafel oder in größeren Gruppen kontrolliert und korrigiert werden.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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