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Juni 2020

Sozialformen II – Wann ist Partner- oder Gruppenarbeit sinnvoll?

In Partnerarbeit oder in Kleingruppen lernen hat viele Vorteile.

Wer arbeitet im Unterricht mit wem zusammen und welche Arbeitsform definiert diese Zusammenarbeit? Das sind die grundlegenden Fragen, wenn es um die Wahl der Sozialform im Unterricht geht.

Partner- und Gruppenarbeit sind beliebte Formen der Unterrichtsgestaltung, nicht nur im Deutschunterricht. Bei der Partnerarbeit arbeiten zwei Lernende zusammen, während es bei der Gruppenarbeit mindestens drei sind. Partner- oder Gruppenarbeit funktionieren im Wesentlichen sehr ähnlich. Beide Sozialformen erfordern selbstständiges Handeln der Lernpartner und fördern somit den Prozess der individuellen Auseinandersetzung mit dem Lernstoff.

Damit das auch in der Praxis funktioniert, sind ein paar Grundregeln und Prinzipien zu beachten. So ist ein ganz wesentliches Kriterium die Zusammensetzung der Gruppen. Das kann beispielsweise leistungshomogen sein, wodurch erreicht wird, dass sich die Gruppen untereinander motivieren und in einen positiven Wettbewerb einsteigen können. In leistungsheterogenen Kleingruppen kann dagegen die Lernunterstützung untereinander gefördert werden. Die Lernenden können sich entsprechend ihrer Stärken einbringen. Darüber hinaus können die Gruppen aber auch themengleich oder themendifferenziert arbeiten.

Damit Partner- oder Gruppenarbeit motivierend ist und die Neugier der Lernenden weckt, braucht es eine gut formulierte Aufgabenstellung. Die Erwartungshaltungen und Zielsetzungen sollten transparent sein. Offene Lösungswege sollten möglich sein, so dass sich die Lernenden individuell und kreativ einbringen können. Der Kursleitende ist in den Lösungsprozess nicht involviert. Seine Aufgabe ist es, den Rahmen für die Partner- und Gruppenarbeit zu schaffen und als Beobachter oder, wenn nötig, als Berater zur Verfügung zu stehen.

Gruppenarbeit besteht immer aus drei Phasen: der Planung, der Erarbeitung und schließlich der Präsentation der Ergebnisse.

Partner- und Gruppenarbeit als Sozialformen haben viele Vorteile. Am bedeutendsten ist, dass sie das autonome Lernen fördern. Ganz nebenbei werden relevante Schlüsselkompetenzen, die auch im beruflichen Alltag relevant sind, wie Teamfähigkeit, kommunikative Kompetenz oder Umgang mit der Zeit, trainiert.
Außerdem ist der Lerneffekt nachweislich höher, da die Lernende sich intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen und eigene Lösungswege finden.

Nicht zuletzt fördern das Miteinander im Lernprozess und die gemeinsamen Erfolgserlebnisse das Gruppenklima und den positiven Umgang der Lernenden miteinander.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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