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Mai 2018

Schon mal hingehört, was ein Smartphone alles kann?

Sprechanlässe können auch durch Hören entstehen – Smartphones können dabei mehr bieten als die klassischen Hörgeschichten

Durch den Einsatz von Smartphones im Unterricht kann der ungesteuerte Spracherwerb, der ohnehin im Alltag der Teilnehmenden passiert, ganz gezielt in den Unterricht integriert werden. Das ist nicht nur unterrichtsrelevant und öffnet Türen hin zur Teilnehmerorientierung, es ist auch im Hinblick auf die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens ein nützlicher Schlüssel.

Im Audiobereich bietet das Smartphone mehr als das bloße Abspielen von Audiodateien im MP-3-Format. Viele Verlage bieten Hörtexte inzwischen nicht mehr nur im CD-Format an. Die Hörtexte zum Lehrwerk „Einfach gut!“ beispielsweise kann man über die App „telc Box“ mit dem Smartphone abspielen.

Es wäre allerdings verschenktes Potential, wenn man es dabei belässt. Smartphones mit ihren Aufnahmefunktionen sind ideale Begleiter im Aussprachetraining. Die richtige Artikulation lässt sich nun einmal viel besser trainieren, wenn man sich selbst sprechen hört.

Die Aussprache der Vokale, die schwierigen „Ö´s“ und „Ü´s“ oder auch individuelle Lernworte, deren Schreibweise geübt werden soll, können mit Hilfe des eigenen Smartphones immer wieder gehört werden.

Darüber hinaus kann das Smartphone auch als Diktiermedium gut mithalten. Gerade für Diktate im Alphabetisierungskurs ist die Möglichkeit ein Wort (oder einen Satz) mehrfach im eigenen Tempo zu hören für das Schreibtraining sehr wichtig.

Mit etwas Kreativität lassen sich auch die Interessen und die Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden durch den Einsatz von Smartphones einbinden. Um noch ein Beispiel für den Alphabetisierungsbereich und für Lernanfänger zu bieten: Das Sammeln und Identifizieren von Alltagsgeräuschen – auf dem Weg zum Kurs, zu Hause, im Jobcenter – ist anregend und bietet eine Menge Sprechanlässe.

Vom Wortschatztraining bis hin zu kurzen Geschichten lässt sich Vieles mit Aufnahmen von Geräuschen verdeutlichen. Man braucht nur an das Perfekt zu denken: „Was habe Sie gestern gemacht?“ Mit ein paar Geräuschen wird die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden geweckt. Anhand der Geräusche lässt sich der Wortschatz wiederholen, eine komplette Geschichte erzählen, schreiben oder spielen.

Auch Audioaufnahmen von Muttersprachlern bringen den Alltag in den Kurs. Selbst wenn es nur ein, zwei Sätze sind („Was haben Sie gestern gemacht?“ kann man nicht genug üben). Schließlich lassen sich daraus auch Projekte entwickeln, bei denen die Teilnehmenden Interviews selbst durchführen und im Kursraum abspielen.

Beim Einsatz des Smartphones für auditive Elemente ist wie immer einiges zu beachten. Zum Beispiel der Geräuschpegel. Audioaufnahmen im Kursraum durchführen funktionieren nicht, wenn mehrere Gruppen gleichzeitig arbeiten.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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