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April 2018

Räume und ihr Einfluss auf das Lernen

Wie formen uns Räume, in denen wir lernen?

Der viel zitierte Spruch von Winston Churchill: „Erst formen wir unsere Räume, dann formen sie uns“, trifft unbedingt auch auf Räume zu, in denen gelernt wird.

Räume erzeugen eine Atmosphäre, die sowohl positiv als auch negativ wirken kann. Räume können deprimieren, aber auch anregen. Gerade Kursräume sollten als Lernorte Anreize zum Lernen bieten. Neben der Raumaufteilung spielen die Faktoren Farbe, Licht, Akustik und Temperatur eine große Rolle und sollen einmal genauer unter die Lupe genommen werden.

Farben sprechen unsere Gefühle an. Einfarbige Wände und Gestaltungselemente in kräftigen Farben regen die visuelle Wahrnehmung in Kursräumen an. Für Unterrichtsräume haben sich grundsätzlich warme, stimulierende Farben (gelblich, grünlich oder hellblau) bewährt.

Das Licht ist allerdings fast noch wichtiger als die Farbgestaltung. Auch eine (saubere) weiße Wand ist gut auszuhalten, wenn das Licht im Raum stimmig ist, denn Licht beeinflusst die Körpertemperatur, den Stoffwechsel, den Herzschlag, die Gehirntätigkeit wie auch die Hormonproduktion. Grundsätzlich ist Tageslicht besser als Beleuchtung mit künstlichem Licht, da es sich positiv auf das körperliche und psychische Wohlbefinden auswirkt (das kennt man vom Frühling). Künstliche Beleuchtung mindert schnell die Konzentration und lässt uns auch schneller ermüden. Um Schattenbildung zu verhindern, ist darüber hinaus auf eine gleichmäßige Ausleuchtung zu achten.

Kommen wir zur Akustik, die ein regelrechter Stressfaktor sein kann. Bei schlechter Akustik wird automatisch lauter gesprochen, es wird unruhiger und Hintergrundgeräusche (Füßescharren, Stühlerücken) werden zu dominant. Hallende Räume bergen diese Stressfaktoren und sollten mit Schallschutz versehen werden. Auch Lärm von außen durch große Straßen oder Baustellen wirkt sich negativ aus. Störende Geräusche erfordern von den Teilnehmenden mehr Konzentration, und das ermüdet.

Auch die Raumtemperatur und die Luftqualität sollte man im Auge behalten. Hohe Personenzahlen auf relativ kleiner Fläche lassen die Raumtemperatur schnell ansteigen und die Raumluftqualität schnell sinken. Lüften ist daher unbedingt erforderlich. Die größte Leistungsfähigkeit wurde bei Raumtemperaturen von 21 bis 22 Grad festgestellt.

Sollte Ihr Raum zu klein, zu dunkel oder zu laut sein, versuchen Sie doch bereits mit kleinen Mitteln, die Atmosphäre zu verändern. Sauberkeit und aufgeräumte Räume sollten selbstverständlich sein. Bei kleinen Räumen kann man eventuell die Gänge oder Nebenräume für bestimmte Aktivitäten mitnutzen. Gestaltete Wände, an denen die Teilnehmenden ihre Arbeiten wiederfinden, und ein paar Blumen (und wenn es nur ein Topf auf dem Tisch des Kursleitenden ist) sind schon mal ein riesiges Wohlfühl-Plus.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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