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April 2017

Poster, ja – Aber wie?

Poster ist nicht gleich Poster! Tipps für den Einsatz von Postern im Unterricht

Nicht jedes Thema ist geeignet, um daraus Poster zu erstellen und selbst Poster ist nicht gleich Poster. Was bietet sich dafür an und wie kann man in Gruppenarbeit sinnvoll Poster herstellen?

Grundsätzlich kann man zwischen rein stofforientierten Postern, die hauptsächlich als Gedächtnishilfen fungieren (Wortschatz- und Grammatikposter oder Poster mit Redemitteln) und auf den Prozess bezogenen Postern, die beispielsweise zur Unterstützung von Präsentationen eingesetzt werden, unterscheiden.

Wenn Gruppen das Erstellen von Postern nicht gewöhnt sind, bietet es sich an, mit Wortschatzpostern zu starten. Geeignete Bilder (Fotos, Bilder aus Magazinen oder Lehrwerken) werden auf Kleingruppen verteilt, in denen die Teilnehmenden selbstständig den Wortschatz erarbeiten – selbstverständlich mit Hilfsmitteln (Duden, Internet, Fragen). Das Bild wird in die Mitte des Posters geklebt und im Wortigel gearbeitet. Später finden die Teilnehmenden eigenständig geeignete Darstellungsformen.

Auf Grammatikpostern werden in reduzierter Form wichtige Regeln möglichst schematisch dargestellt. Grafiken, Symbole, Pfeile, Farben und Beispiele sind ein Muss. Wie geht man vor? Beispielsweise ist die Verbkonjugation das Thema. Im Sinne der Handlungsorientierung bietet es sich an, die Teilnehmenden mit Verben arbeiten zu lassen, die sie persönlich betreffen (tanzen, Musik hören, Billard spielen). Die Gruppen arbeiten selbstständig mit dem Konjugationsschema und spätestens bei Musik hören kommt die erste Hürde, wenn auf dem Poster „ich Musik höre“ zu lesen ist. An dieser Stelle entsteht durch Nachfragen und Korrigieren ein sehr nützlicher Aha-Effekt.

Poster mit Redemitteln sind für Rollenspiele, Vorträge oder Präsentationen geeignete „Spickzettel“. Auch hier werden in Gruppen die geeigneten Redemittel der Gesprächspartner (Verkäufer-Kunde / Arzt-Patient) herausgesucht und schließlich übersichtlich strukturiert aufschrieben. Auf den Nutzwert dieser Poster sollte im Kurs immer wieder aufmerksam gemacht werden – Spicken ist in diesem Fall erlaubt!

Inhalte, die von den Teilnehmenden präsentiert werden können, sehen auf Postern etwas anders aus. Fotos aus Magazinen, Flyer, Speisekarten, eigene Fotos, selbst gemalte Bilder, Skizzen usw. veranschaulichen bildhaft und kreativ geeignete Themen (Meine Fantasie-Familie, Mein Lieblingsfilm oder -buch, Sehenswürdigkeiten). Diese Poster haben weniger Text und entfalten ihre volle Wirkung im Zusammenhang mit der mündlichen Erklärung.

Poster lassen sich bereits mit wenig Aufwand erstellen. Man braucht A3-Papier (oder größer), Scheren, Klebestifte, bunte Papiere, Buntstifte, Marker, Bildmaterial (Zeitschriften aus der Apotheke, Werbung, Flyer) und natürlich ein Thema.

Viel Spaß!

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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