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Oktober 2017

Mit Tests zum Lernerfolg

Tests als wesentliches Element im Integrationskurs

Tests im Integrationskurs können ein nachhaltiger Beitrag zum zielgerichteten Lernen sein. Vor allem, wenn Tests regelmäßig im Kursalltag verankert sind. Auf diese Weise können Teilnehmende qualifizierte Rückmeldungen über ihren Lernstand erhalten. Wichtig aber ist zu erfahren, was der Einzelne bereits kann, woran er noch arbeiten sollte bzw. was wiederholt werden muss. Damit sind Tests ein ganz wesentliches Element auf dem großen Gebiet der Lernmotivation.

Leistungen können auf unterschiedliche Weise bewertet werden. Die formative Leistungskontrolle, beispielsweise durch Lückentexte oder Multiple Choice-Tests, zeigt quasi eins zu eins den Lernstand auf, da die Leistungen der Teilnehmenden punktuell identifiziert werden können. Es kann aber auch durch „Smileys“ oder Worturteil bewertet werden, das hängt vom Sprachniveau der Gruppe und dem Ziel des Tests ab.

Diese Art der Leistungskontrolle ist äußerst sinnvoll, wenn beispielsweise geprüft werden soll, ob der Stoff der letzten Lektion von den Teilnehmenden umgesetzt werden kann. Über die mündlichen Fähigkeiten, Stärken, Schwächen oder andere wesentliche Kompetenzen des einzelnen Teilnehmenden sagt sie aber nichts aus.

Das kann besser in einer Beurteilung erfolgen, auf schriftlichem oder mündlichem Weg, im Einzelgespräch oder in einer Gruppensituation. Eine derartige Beurteilung sollte vor allem diagnostisch erfolgen, Stärken und Schwächen aufzählen, mitunter auch die Schwierigkeitsgrade einer Aufgabenstellung berücksichtigen und unbedingt Maßnahmen zur Leistungsförderung ansprechen.

Gerade bei Kritik oder dem Thematisieren von Schwächen ist es für die Teilnehmenden wichtig, einen Ausblick auf eine Lösungsmöglichkeit zu erhalten, die nächsten Schritte vor Augen zu haben oder konkrete Vorschläge zur Leistungsförderung zu kennen (z.B. die Partizipien lernen, noch einmal Sätze mit Konjunktionen schreiben o.ä.). Somit wird auf das Ziel fokussiert und nicht auf die Schwäche. Das Bewusstmachen der Fehlerursache ist allerdings der erste grundlegende Schritt, denn Fehleranalyse wie Fehlerkorrektur sind wesentliche Elemente im selbstgesteuerten Lernprozess.

Präsentationen, Arbeit in Stationen oder Gruppenarbeitsphasen, die ein sichtbares Ergebnis hervorgebringen (Poster, Dialoge), können ebenfalls Testcharakter haben und bewertet werden. Das kann in Feedbackrunden im Plenum geschehen und sollte durch die Teilnehmenden untereinander erfolgen. Nur wenn die Ziele und Anforderungen einer Aufgabenstellung klar sind, kann auch beurteilt werden – somit schärfen die gegenseitigen Einschätzungen den Blick der Teilnehmende darauf, was sie in welchem Maße können sollten.

Und nicht zuletzt ist die Selbsteinschätzung ein ganz wichtiges Kriterium auf dem Weg der Leistungsbeurteilung, die ebenso wie das Feedback geben geübt werden sollte.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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