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Mai 2018

Mit Strategien den DTZ bestehen

Braucht man eine Vielzahl von Original-Übungstests, um die Teilnehmenden der Integrationskurse auf den DTZ vorzubereiten? Die Antwort lautet Nein.

Der Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ) ist eine große Herausforderung. Für Kursleitende ist die gezielte Prüfungsvorbereitung der Teilnehmenden sehr anspruchsvoll. Erfolgversprechend ist sie dann, wenn auch relevante Lernstrategien vermittelt werden. 

Es ist unerlässlich, dass Kursleitende wie auch Teilnehmende wissen, was im DTZ erwartet wird. Dazu gehören nicht nur der Aufbau des Tests, die Übungstypologien und das Wissen darüber, nach welchen Kriterien bewertet wird, sondern auch die Kenntnis der Kompetenzstufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER).

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil umfasst drei Abschnitte, in denen das Hör- und Leseverstehen sowie die Schreibkompetenz getestet werden. Der mündliche Prüfungsteil ist mit ca. 16 Minuten der kürzeste. Er wird als „Paartest“ durchgeführt. Der Aufbau ist auch hier immer gleich. Zuerst stellen die Prüfungskandidaten sich selbst vor. Danach berichten sie anhand von Bild-/Textimpulsen über eigene Erfahrungen und im letzten Teil lösen beide Kandidaten gemeinsam eine Aufgabe (z.B. planen sie einen Ausflug für ihre Lerngruppe / ihren Kurs).

Dass man die Teilnehmenden nicht auf jede zu erwartende Aufgabenstellung vorbereiten kann, ist klar. Vielen Kursleitenden aber bereitet genau das Kopfzerbrechen. Da übt man beispielsweise einen Brief an die Hausverwaltung und in der Prüfung wird dann ein Schreiben an die Schule verlangt.

Das Konzept des DTZ basiert auf dem kommunikativen und handlungsorientierten Lehr- und Lernansatz, was bedeutet, dass die Prüfungsteilnehmenden als sprachlich Handelnde kommunikative Aufgaben bewältigen sollen. Eine gute Prüfungsvorbereitung fokussiert demnach auf die kleinsten gemeinsamen Nenner der möglichen Sprachhandlungen (beispielsweise sich entschuldigen / um etwas bitten / eine Krankmeldung schreiben etc.). 

Welche Kompetenzen benötigen die Teilnehmenden also, um einen Brief an die Hausverwaltung wie an die Schule schreiben zu können? Der Aufbau eines offiziellen Schreibens steht hier im Mittelpunkt, gefolgt von relevanten Redemitteln. Eine Bitte äußern enthält z.B. unabhängig vom Inhalt immer die gleichen Chunks (Könnten Sie…/ Würden Sie bitte…). 

Das heißt die Arbeit mit Chunks, der konsequente Aufbau des themenbezogenen Wortschatzes und das Vermitteln von Diskurs- und Lernstrategien sind die wesentlichen Zutaten der Prüfungsvorbereitung. 

Und damit kein Missverständnis aufkommt – natürlich geht es nicht ohne Üben. 

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