arrow-down arrow-to-left arrow-to-right arrow-up bc-left check delete download facebook google-plus home map menu print search smiling three-lines top-left twitter youtube
März 2017

Lernerfolge sichtbar machen

Mit kleinen Dingen großen Effekt erzielen

Lernerfolg steht für den nachweisbaren Erwerb von Fähigkeiten und Wissen. Vielen Teilnehmenden ist allerdings ihre Entwicklung innerhalb des Deutschkurses gar nicht bewusst. Erfolge allerdings, egal in welcher Form, sind das beste Belohnungssystem für Ergebnisse, die wir aus eigener Kraft erreicht haben. Sie machen uns stolz und darum ist es so wichtig, ihnen einen Platz im Unterrichtsgeschehen zu geben.

Lernerfolge sind ebenso individuell wie die Teilnehmer der Kurse. Ausgehend vom persönlichen Lernstand sind transparente Ziele eine ganz wichtige Stellgröße für das Erkennen des Lernerfolgs. Das können Stunden-, Tages oder Wochenziele sein, die als „Überschrift“ („W-Fragen“, „weil-Sätze“, „Begründen“) an der Tafel stehen sollten. Das ist simpel und ein erster Schritt, den Teilnehmern transparent zu machen, wohin es gehen soll.

Tests und Übungsaufgaben sind altbewährte Standards, um den Lernerfolg zu prüfen. Gibt man den Teilnehmern die Bewertungskriterien zur selbstständigen Kontrolle an die Hand, lässt sich eine größere Lernerautonomie erreichen. Punkte zählen plus Selbsteinschätzung („kann ich sehr gut“ – „muss ich üben“) kann das mündliche Feedback durch die Lehrkraft ersetzen und obendrein motivierender wirken.

Sichtbar machen lässt sich Lernerfolg auch durch den Vergleich mit anderen. Ebenfalls ein geringer Aufwand mit großem Effekt ist es, ein oder zwei Lösungsblätter für aktuell zu bewältigende Aufgaben im Raum aufzuhängen. Die Teilnehmer können sich dort Hilfe holen. Sie bemerken die Stelle, an der sie stocken und können gezielt aktiv werden.

Lernerfolg ist auf jeden Fall aber mehr als das „Richtig“ oder „Falsch“ der Tests. Etliche Lehrwerke bieten inzwischen die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung an (Vorsicht: das gelingt nicht jedem objektiv! Manchen schätzen sich durchweg zu schlecht, manche zu gut ein). Auch Lernhefte oder Lerntagebücher sind wunderbar geeignet, Lernfortschritte sichtbar zu machen. Das Anlegen, Führen und vor allem regelmäßige Präsentieren braucht Zeit und Aufmerksamkeit innerhalb der Kurse.

Erfolge sollten auch gefeiert werden – „Etappensieg“ ist ein wichtiges Stichwort. Es geht um die Gelegenheiten, die über einen längeren Zeitraum im Kurs erstellten Ergebnisse anzuschauen. Die Modulenden sind ein sehr geeigneter Anlass, um beispielsweise alle Poster noch einmal im Raum aufzuhängen und zu besprechen. Die Teilnehmer sehen, was sie gemacht haben, rekapitulieren die verschiedenen Themen und haben die Ergebnisse sowie die Entwicklung direkt vor Augen.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

Weiterempfehlen: