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November 2020

Kriterien guten Unterrichts II

10 Kriterien guten Unterrichts nach Hilbert Meyer unter die Lupe genommen

Was macht guten Unterricht aus? Genau 10 Kriterien hat Hilbert Meyer benannt und einige sollen hier genauer betrachtet werden. Da Lernen am besten in vertrauensvoller Umgebung abläuft, gehört zu diesen 10 Kriterien auf jeden Fall das lernförderliche Klima.

Damit in der Lerngruppe ein Klima vorherrscht, in dem Lernende lernen wollen und können, braucht man tatsächlich ein paar Regeln, die bestenfalls alle Gruppenmitglieder befürworten. Auch die gemeinsam geteilte Verantwortung für den Lernprozess spielt hier mit rein. Natürlich ist auch gegenseitiger Respekt eine Grundvoraussetzung für eine gutes Lernklima und was nie fehlen sollte, ist Humor. Der Übergang zum Kriterium sinnstiftendes Kommunizieren ist hier beinah fließend.

Lernende erleben die Kommunikation als sinnstiftend, wenn sie ihre eigenen Interessen einbringen und weiterentwickeln können. Dazu gehört, dass es selbstverständlich ist, dass sie Fragen stellen können. In vielen Lerngruppen ist es hilfreich, die Lernende dazu immer wieder aufzufordern und nachzuhaken, ob es Fragen gibt. Ebenso sollten Lernende Feedback geben und ihre eigene Meinung äußern können. Das muss nicht nur Lerninhalte betreffen, sondern vor allem auch den Umgang miteinander in der Gruppe. Andersrum ist es ebenso wichtig, dass die Lernenden regelmäßig Feedback zu ihrem Lernfortschritt oder auch zu Lernschwierigkeiten erhalten.

Damit wird bereits der Bereich individuelles Fördern gestreift, der die ganze Bandbreite binnendifferenzierender Elemente umfasst. Gemeint ist, dass die Lernenden an unterschiedlichen Aufgaben mit unterschiedlichen Lernmaterialien und/oder Arbeitshilfen in unterschiedlichen Tempi arbeiten.

Auch die Methodenvielfalt ist unabdingbar, schon allein um vielfältigste Handlungsmuster einzusetzen und den Unterricht variabel und abwechslungsreich zu gestalten. Hier geht es auch darum, verschiedene Materialien wie auch Medien einzusetzen und bestenfalls, so der Raum es hergibt, die Sitzformen den Lern- und Arbeitstechniken anzupassen.

Der Einfluss der Lernumgebung wird oft unterschätzt. Gerade der Lernort und -raum sind wichtig, um gute Lernbedingungen zu schaffen. Die Lernenden identifizieren sich mit ihrem Raum. Täglich benötigte Materialien sollten übersichtlich und schnell greifbar verteilt sein, so dass auch die Lernenden wissen, wo sich etwas befindet, damit sie es selbstständig holen und zurücklegen können. Nicht zuletzt kann der Raum so etwas wie ein stiller Lehrer werden. Das geschieht, wenn er in Lernaktivitäten einbezogen wird und wenn z.B. die Arbeitsergebnisse im Raum ausgestellt werden.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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