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Februar 2020

Individualisierung des Lernens mit modernen Medien

Moderne Medien im Fremdsprachenunterricht sind schon längst ein Muss.

Allein die Tatsache, dass die meisten Lehrwerke seit einigen Jahren um interaktive und digitale Angebote erweitert sind, ist ein Indiz dafür, dass moderner Fremdsprachenunterricht nicht an modernen Medien vorbeikommt. Die Herausforderung für den Unterricht ist dabei, einen didaktischen Mehrwert zu erzielen und nicht einfach nur schön rumzuspielen. Das wiederum klappt nur, wenn moderne Medien lernzielgelenkt eingesetzt werden und den Lernprozess unterstützen.

Sprachdidaktisch betrachtet bieten sie viele Möglichkeiten für gezieltes Schreib- und Lesetrainings. Sie sind darüber hinaus aber auch Kommunikations- und Kooperationsmedien, ebenso wie Lernhilfe und Informationsquelle.

Ein Umdenken auf Seiten der Kursleitenden ist hier allerdings nötig. Die eigene Auseinandersetzung mit den technischen Möglichkeiten muss an dieser Stelle erfolgen. Die eigene Bereitschaft, sich mit den schnell verändernden Angeboten des interaktiven Lernens (wie beispielsweise den Webquests) auseinanderzusetzten, ist hierbei notwendig.

Ein großes Plus der modernen Medien ist, den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Kurs gerecht zu werden und eine individuelle Lehr- und Lernkultur zu ermöglichen. Durch den Einsatz neuer Medien können Lernende eben nicht nur in ihrem eigenen Tempo arbeiten, sondern auch interessenbezogen und kooperativ lernen.

Als eine schreibmotivierende Anwendung wäre hier das Chatten zu nennen. In niedrigeren Niveaustufen kann man bereits mit SMS oder WhatsApp-Nachrichten starten. So kommen alltagstaugliche und vor allem motivierende Schreibanlässe in den Unterricht. Der Vorteil bei WhatsApp ist, dass auch Bilder und kurze Videos ausgetauscht werden können.

Mehr Raum für Text bieten Emails oder Lernplattformen. Gechattet werden kann zu den unterschiedlichsten Anlässen: Eine Terminvereinbarung, eine Zusammenfassung eines Sachverhaltes, Meinungen über etwas austauschen, in andere Rollen schlüpfen oder sogar gemeinsam eine Aufgabe lösen.

Für Aufgaben, die die Kommunikation und Kooperation fördern, können Lernende sich beispielsweise in virtuellen Kontexten begegnen. Eine Schwierigkeit des Unterrichts, den Alltag im Kursraum lebendig werden zu lassen, kann damit überbrückt werden. Nachhaltig für kooperatives Lernen ist auch das gemeinsame Arbeiten in Lernplattformen oder digitalen Tandems, die auch außerhalb der eigenen Lerngruppe stattfinden können. Auch etwas gemeinsam gestalten liegt im Rahmen der Möglichkeiten – von Präsentationen über Bildgeschichten bis hin zu kurzen Filmen. Wichtig dabei ist vor allem, dass die Technik funktioniert und alle damit klarkommen.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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