arrow-down arrow-to-left arrow-to-right arrow-up bc-left check delete download facebook google-plus home map menu print search smiling three-lines top-left twitter youtube
August 2017

Erst mal ausatmen, dann klappt's auch mit der Prüfung

Umgang mit Prüfungsangst

telc DaF Blog: Prüfungsangst

Am Ende des Deutschkurses steht für die Teilnehmenden eine Prüfung. Neben der intensiven Vorbereitung ist oftmals auch der Umgang mit Prüfungsangst ein wichtiges Thema.

Das jeweilige Zertifikat ist bedeutend für den weiteren Lebensweg. Es hängt für die Teilnehmenden viel von dieser Prüfung ab. Aus diesem Grund bleibt es nicht aus, dass viele aufgeregt sind, sich sorgen, ob sie den Anforderungen gerecht werden oder sogar regelrecht in Prüfungsangst verfallen, mit allen dazugehörigen negativen Gedanken und Versagensängsten.

Ein bisschen Aufregung ist normal und fast schon ein gutes Zeichen. Nehmen aber die negativen Gedanken und Ängste, es nicht zu schaffen, überhand, stehen sie dem Lernen für die Prüfung regelrecht entgegen. Solche negativen Gedanken sind eigentlich fehlgeleitete Instinkte.

Die nahende Prüfung wird als Gefahr empfunden und der Körper regiert wie vor Jahrmillionen Jahren mit einem Fluchtinstinkt. In freier Wildbahn ist Wegrennen bei Gefahr auf jeden Fall empfehlenswert, bei einer Prüfung allerdings bringt es gar nichts. Das für die Flucht notwendige ausgeschüttete Adrenalin sorgt lediglich für gut funktionierende Muskeln, dafür ist aber das Gehirn in diesem Zustand quasi unterversorgt. Um Prüfungen also dennoch mit auf Hochtouren laufendem Wissenspeicher zu meistern, gibt es ein paar Tricks und Kniffe.

Dreht das Gedankenkarussell in der Abwärtsspirale und Herzrasen und Übelkeit stoppen jeden klaren Gedanken, dann sind Atemübungen ein bewährtes Mittel. Es gibt verschiedene Techniken in Kombination mit Entspannungsübungen, die jeder für sich einfach mal ausprobieren sollte. Wichtig im Krisenmodus ist das lange Ausatmen, so lange bis keine Luft mehr in den Lungenflügeln steckt. Damit bekommt man physiologisch erst einmal wieder die Kontrolle über seine Impulse.

Um möglichst gar nicht erst in den Krisenmodus zu geraten, gilt in der Prüfungsvorbereitungszeit die goldene Regel: gute Ernährung, Bewegung, Pausen sowie ausreichend Schlaf.

Für die Skeptiker und Zweifler mit Versagensängsten wird empfohlen, die negativen Gedankenmuster durch positive zu ersetzten. „Ich krieg das nie hin“, erhält als Gegensatzpaar „Ich werde das schaffen“. Wenn es gelingt, sich bewusst zu machen, dass jeder negative Gedanke auch einen positiven Gegenspieler haben kann, wird der Denkprozess enorm relativiert.

Das beste Mittel gegen Prüfungsangst ist allerdings immer noch eine intensive Vorbereitung. Am besten in Lerngruppen, in denen man auch die Prüfungssituation selbst simulieren sollte. Vor allem für die mündliche Prüfung ist das hilfreich.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

Weiterempfehlen: