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März 2020

Entspannungstechniken im Unterricht

Stress ist ungesund – auch im Unterricht. Wie können Entspannungstechniken in den Alltag integriert werden?

Auch Unterricht kann Stress bedeuten. Übrigens auch oder vielleicht gerade beim Online-learning. Der normale Kursalltag verlangt von Kursleitenden wie von Lernenden ein hohes Maß an Aufmerksamkeit bis hin zu Anspannung. Die Leistungsfähigkeit sinkt und die ohnehin Achterbahn fahrende Aufnahmebereitschaft erlischt, wenn nicht ein ganz bewusster Wechsel von aktiven und passiven Phasen praktiziert wird.

Andauernde physische und psychische Anspannung ist körperlich spürbar. Kopf- oder Bauschmerzen, schwitzende Hände, Verkrampfungen der Muskulatur machen sich bemerkbar. Das probate Gegenmittel ist die Entspannung.
Auch im Kursalltag gibt es viele Möglichkeiten der ganz bewussten Entspannung. Das Spektrum reicht hier von Körperübungen über Atem- und Ruheübungen bis hin zu Phantasie- und Sensibilisierungsgeschichten.

Ziel der verschiedenen Techniken ist immer eine gewollte und aktive Herbeiführung einer psycho-physischen Entspannung durch selbst unternommene oder angeleitete Übungen, die man auch präventiv einsetzen kann und sollte.
So bieten sich Entspannungsübungen im Kurs zum Beispiel vor anstrengenden Situationen wie Prüfungen und Klassenarbeiten an. Ebenso nach anstrengenden Situationen zur Senkung der muskulären Aktivität. Außerdem zwischen Unterrichtseinheiten und unterschiedlichen Phasen des Unterrichts.

Auch ritualisiert lassen sich Entspannungsübungen einsetzten. So kann man beispielsweise immer morgens oder nach der Pause eine Konzentrations – oder Aufmerksamkeitsübung einflechten.
Wichtig ist, dass diese Übungen regelmäßig angewendet werden, so dass sich daraus eine Routine entwickeln kann. Denn je öfter die Entspannung praktiziert wird, desto leichter und schneller kann man tatsächlich nachhaltig runterfahren.

Für den Unterricht gut geeignet sind Körperübungen, bei denen Kopf und Körper gelockert werden, wie z.B. beim Grimassen schneiden. Doch zuvor wichtig: tiefes Einatmen, bis sich der Bauch wölbt, dann die Luft kurz anhalten und langsam wieder ausatmen. Am besten dabei an etwas Schönes denken und es ungefähr fünf mal wiederholen. Dann dürfen, gerne auch mit geschlossen Augen, Grimassen geschnitten werden.

Gegen Verspannungen im Nacken hilft rütteln und schütteln. Das geht im Stehen, es darf auch gehüpft werden. Wichtig ist das Arme, Beine, Hände und Schultern, im Wechsel mit Schulterkreisen, richtig ausgeschüttelt werden.

Selbst das ganz simple Recken und Strecken hat einen Entspannungseffekt und kann auch im Sitzen praktiziert werden. Spielerisch und gut für die Gruppendynamik ist auch das Spiegelbild, wobei ein Lernender eine Körperhaltung vormacht, die alle nachahmen.

Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, kann sich im Netz inspirieren lassen, denn neben Bewegung und Atmung, kann man auch meditieren oder es mit Klopftechniken probieren. Alles, was hilft, mal so richtig die Luft rauszulassen, kann eben auch im Kurs gemacht werden.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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