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Februar 2018

Der Einstieg in den Unterricht

Ein guter Auftakt in den Unterricht ist wie eine appetitliche Speisekarte – sie macht hungrig

Ein guter Einstieg weckt Interesse und Motivation, bestenfalls Neugier auf das, was kommt und natürlich Freude auf das vor einem Liegende. 

Eine positive und persönliche Anfangssituation lädt die Teilnehmenden ein, heißt sie willkommen und ermöglicht Interaktion. Solche Einstiege sind eine schöne Möglichkeit für die Teilnehmenden erst einmal im Unterrichtsraum anzukommen und das Hirn auf Aufnahmebereitschaft zu polen. Gespräche über das Wochenende, das Wetter, Pläne für den Abend sind lockere Sprechanlässe, entspringen dem Alltag und sorgen für ein positives Gruppenklima.

Auch das Wiederholen der Lerninhalte vom Vortag ist ein überaus wichtiger Einstieg in den Unterricht. Wiederholungen sind wie das Salz in der Suppe – ohne geht es nicht. Das kann mündlich oder schriftlich sein, in spielerischer Form oder als Test. Damit wären wir schon bei den Ritualen – immer wiederkehrende Abfolgen, die die Teilnehmenden kennen und über die sie nicht mehr nachdenken müssen – gehören ebenfalls zu den Einstiegsformen.

Eine andere Möglichkeit, den Unterricht zu beginnen, ist gerade bei Erwachsenen sehr wichtig. Erwachsene wollen wissen, warum sie etwas lernen. Sie verlieren das Interesse, wenn sie keinen Sinn hinter dem Angebot sehen. Daher wird empfohlen, den Einstieg von Unterrichtseinheiten zu nutzen, um die Relevanz der ausgewählten Lerninhalte zu klären. Auch sollen die für den Unterricht gewählten Lernziele offen liegen. (Mietzel 2017)

Ebenso bedeutungsvoll sind Einstiege, die eine Erwartungshaltung bei den Teilnehmenden erzeugen – also Neugier wecken. Das gelingt in der Regel nicht durch einen Vortrag des Kursleitenden, sondern dann, wenn Fragen bei den Teilnehmenden entstehen. Hier geht man bestenfalls den Weg über das Vorwissen. 

Die Teilnehmenden sollten außerdem immer wieder die Möglichkeit haben, die für das Unterrichtsziel (z.B. Poster erstellen) notwendigen Schritte selbstständig zu planen. Neugier entsteht aber auch, wenn es dem Kursleitenden gelingt, Widersprüche zu konstruieren und im Raum stehen zu lassen oder selbst mit einer Frage in den Kurs zu gehen. 

Der Start in den Unterricht ist genauso wichtig wie der Start in den Tag: Lieblingstasse, gutes Wetter und man weiß, wo es heute noch hingeht. Läuft das nicht optimal, kann sich dieser vertane Anfang im Verlauf des Tages durchaus zu einem komplexen heute-geht-gar-nichts-Gefühl aufsummieren. Im Umkehrschluss öffnet ein gelungener Start alle Türen. 

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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