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Dezember 2019

Alphabetisierung mit Montessori

Auch für Erwachsene im Alpha-Unterricht ist die Montessoripädagogik Erfolg versprechend.

Die Grundprinzipien der Montessoripädagogik sind die Systematisierung und Visualisierung von abstrakten Phänomenen, die stetige Wiederholung, aber auch eine beständige Binnendifferenzierung. Für die Alphabetisierung nach Maria Montessori ist außerdem eine starke Kompetenzorientierung auszumachen. Wichtig hierbei ist, dass von den Lernenden zuerst verschiedene Teilhandlungen erworben werden, bevor diese schließlich im Schreibprozess zusammengeführt werden. Für die zu erwerbenden Teilhandlungen wurden spezielle Materialien entwickelt, mit denen die Lernenden selbstständig arbeiten können. Ausprobieren und Entdecken sind die Prämissen.

So macht die materialgestützte Freiarbeit mit spezifischen Materialien einen ganz wichtigen Baustein in der Montessoripädagogik aus. Die eigens hergestellten Materialien sind aus Holz oder Metall und ermöglichen einen haptischen Zugang zum Lernstoff.

In den Alphabetisierung mit Erwachsenen in ist die Idee, den Schreiblernprozess in Teilhandlungen aufzubrechen, unbedingt übertragbar. Solche Teilhandlungen sind z.B. die Handhabung der Schreibgeräte, also die Handmotorik, das Zeichnen der Buchstabenformen, die Laut-Buchstaben-Zuordnung sowie die Wortsynthese, die jeweils mit unterschiedlichen motorischen Anforderungen trainiert werden sollten.

Beim Schreiben geht es hierbei also um die Hand-Augen-Koordination und grob- wie auch feinmotorische Bewegung der Hände, um darauf aufbauend eine kontrollierte Stiftführung ausüben zu können. Beim Lesen dagegen geht es darum, die Laut-Buchstaben-Zuordnung und Silbenbildung gleichzeitig und automatisiert zu vollziehen. Ein weiterer Schritt ist das Erkennen und Nachbilden von Buchstabenformen sowie die Lauterkennung mit dem Ziel, die Laute im Kopf zusammensetzten zu können. Und schließlich die Kombination der entsprechenden Buchstaben auf dem Papier.

Um die Zuordnung von Buchstaben zu ihrem entsprechenden Lautwert zu üben, wird in der Montessoripädagogik ein bewegliches Alphabet eingesetzt. Hier sind Holzbuchstaben mit Farbcodierung – Rot für Konsonanten und Blau für Vokale – üblich, die aber auch durch andere Materialen wie Buchstaben aus Pappe, aus Knete usw. ersetzt werden könnten. Der Grundgedanke ist, dass Form, Aussehen und korrekte Lage der Buchstaben durch die beweglichen Komponenten in individueller Auseinandersetzung intensiver erlernt werden können.

Auch die Grammatik gibt es bei Maria Montessori zum Anfassen. So existieren verschiedene, unterschiedlich farbige Symbole je nach Funktion der jeweiligen Wortart, die sie repräsentieren. Im Alpha-Unterricht mit Erwachsenen wird der Einsatz von Elementen aus er Montessoripädagogik bereits erfolgreich praktiziert. Und wie immer gilt: Die richtige Mischung macht's.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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