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September 2017

Spezialmodul „Akademische Heilberufe"

telc Pilotkurs an der vhs Meppen

Interview mit Bildungsmanagerin Radka Lemmen

Deutsch für medizinische Fachkräfte ist seit Jahren eines der zentralen Themen bei der telc gGmbH. Unsere Prüfungen, Weiterbildungen und Kursmaterialien bieten eine ideale Basis für den Unterricht im Spezialmodul „Akademische Heilberufe“ im Rahmen der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a AufenthG. An der vhs Meppen läuft seit Kurzem ein telc Pilotkurs, der vorwiegend mit telc Materialien arbeitet und mit der Prüfung telc Deutsch B2·C1 Medizin abschließt. Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheker, die sich im Anerkennungsverfahren ihres beruflichen Abschlusses befinden, erhalten hier eine gezielte berufsbezogene Sprachförderung. Wir haben mit Radka Lemmen, Bildungsmanagerin an der vhs Meppen, über den Pilotkurs gesprochen.

Redaktion: Warum haben Sie sich als Träger des Spezialmoduls beworben?

Radka Lemmen: Als Volkshochschule möchten wir unser Profil schärfen und unseren Wirkungskreis ausweiten. Wir sind ein starker Partner sowohl für allgemeinsprachliche Ausbildung wie auch berufsbezogenes Deutsch. Unsere Volkshochschule führt seit vielen Jahren unterschiedliche Maßnahmen für das örtliche Jobcenter, die regionale Arbeitsagentur oder das BAMF durch. Unsere langjährige Expertise setzen wir nun auch im Rahmen der DeuFöV ein.

Bitte stellen Sie uns Ihren Kurs kurz vor.

Es handelt sich um einen Vollzeitkurs mit Humanmedizinern und Apothekern. Im Kurs unterrichten eine Sprachlehrkraft, die sich im telc Lehrgang „Zertifizierter Dozent: Deutsch für medizinische Fachkräfte“ zertifiziert hat, sowie Fach-Experten, aktuell zwei Mediziner und ein Apotheker. Emsland ist ein weitläufiger Landkreis – unsere Teilnehmenden kommen aus entfernten Ortschaften in die Kreisstadt und stammen aus unterschiedlichen Ländern (z.B. Syrien, Irak, Mexiko). Es ist uns wichtig, dass wir allen Nationalitäten die Möglichkeit anbieten, den Berufssprachkurs zu absolvieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem regionalen Jobcenter konnten wir schnell geeignete Teilnehmer für den Kurs identifizieren.

Was sind die Herausforderungen im Kurs?


Allgemeinsprachliche Deutschkenntnisse, ohne deren souveräne Beherrschung keine Berufssprache gelernt werden kann, bleiben eine Herausforderung. Dazu kommt, dass einige Teilnehmende aus Kriegsgebieten kommen, was die Konzentration beeinträchtigt.

Wie kam es zum telc Pilotkurs?


Dr. Kay Sulk vom Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. hat uns als zugelassenen Träger der Berufssprachkurse angesprochen und den Kontakt zu telc vermittelt. Auf einer Konferenz habe ich den Lehrkräften das Modul und seine Ziele vorgestellt, wobei vor allem Materialien für die Kursgestaltung von Interesse waren. Nach Sichtung aller zugänglichen Materialien haben sich die Kursleitenden für die telc Materialien ausgesprochen. Danach ging alles sehr schnell: telc hat die Kursmaterialien wie Trainingseinheiten, Tipps zur Prüfungsvorbereitung, Lernboxen und Übungstests sowie die Zugangscodes zum Online Training Medizin zur Verfügung gestellt und der Kurs konnte starten.

Wie setzen Sie das telc Material im Kurs ein?


Auf unterschiedliche Art und Weise: Die Trainingseinheiten Deutsch B2·C1 Medizin werden modular und thematisch dann eingesetzt, wenn sie sich als Brücke in die Praxis anbieten. Bestimmte Themen setzt die Lehrkraft als Ergänzung, Wiederholung oder Vertiefung ein. Blended-Learning mit dem telc Online Training ist dabei ein integraler Bestandteil unseres Kursangebotes. Im ganzen Gebäude haben die Teilnehmenden freien WLAN-Zugang. Während sich ein Teil der Gruppe mit der Printausgabe der Trainingseinheiten beschäftigt, arbeiten die anderen Teilnehmenden entweder im Selbststudium oder mit einem Partner am Online Training.

Vielen Dank für das Interview!

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