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Oktober 2015

„Mehrsprachig erfolgreich sein“

Feierliche Verleihung von telc Türkisch- und Polnisch-Zertifikaten in Niedersachsen

Das dreijährige Programm zur Zertifizierung von Herkunftssprachen fand am 2. Oktober in Hannover einen feierlichen Abschluss – und gleichzeitig kam die gute Nachricht vom Kultusministerium: Die Förderung von Türkisch, Polnisch und mehr Familiensprachen niedersächsischer Schülerinnen und Schüler geht weiter! Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Vermittlung der Sprachen an den Schulen sowie die telc Prüfungsvorbereitung und -durchführung an den örtlichen Volkshochschulen funktioniert.

Der Erfolg ist umso sichtbarer, wenn die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler ihr Zertifikat erhalten – bisher waren es 207 Jugendliche. Ministerin Frauke Heiligenstadt ließ es sich nicht nehmen, zur Abschlussfeier selbst die Türkisch- und Polnisch-Zertifikate zu überreichen und den stolzen Absolventen gemeinsam mit der stellvertretenden Geschäftsführerin der telc gGmbH, Dr. Sibylle Plassmann, zu gratulieren. In ihrer Ansprache hob sie die besondere Leistung der Schülerinnen und Schüler hervor, die sich neben dem regulären Unterricht noch der VHS-Prüfungsvorbereitung gestellt haben. Weiter dankte sie den Schulen, Volkshochschulen, deren Landesverband sowie der telc gGmbH für das gemeinsame Engagement. Die Vertreterin der Unternehmerverbände in Niedersachsen, Mareike Wulf, betonte, dass zertifizierte Mehrsprachigkeit ein echtes Plus im Berufsleben ist und eröffnete so die Perspektive aus dem Schulkontext heraus.

Auf die Feier folgte ein Symposium mit gut 30 Fachleuten. Angeregt durch einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Havva Engin von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, waren sich alle schnell einig, dass die Förderung der Herkunftssprache unabdinglich ist: zur Stärkung der Mehrsprachigkeit in der modernen Gesellschaft, aber auch zur Förderung der deutschen Bildungssprache. In Diskussionsforen erarbeiteten die Teilnehmenden aus Niedersachsen und anderen Bundesländern Vorschläge für die Stärkung von echter Mehrsprachigkeit in der Schule. Dass man andere Sprachen gleichberechtigt neben die erwünschten Fremdsprachen Englisch, Spanisch und Französisch setzen müsse, war Konsens. Viele Ansätze zur Verwirklichung dieses Anspruchs nahm Beatrix Albrecht als Vertreterin des Kultusministeriums mit und kann nun gut gerüstet in die Weiterführung des Programms gehen.

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