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September 2019

In der Zahnarztpraxis

In einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis in Köln kommt ein neuer Terminpatient an die Rezeption.

ZFA: Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?

Patient: Guten Tag, mein Name ist Peter Hopkins. Ich hatte angerufen…

ZFA: Ach, Herr Hopkins. Sie haben heute um 11 Uhr einen Termin bei Dr. Schröder. Ich bräuchte zuerst mal Ihre Versichertenkarte.

Hr. Hopkins: Bitte, hier.

ZFA: Danke. Sie waren ja noch nicht bei uns – da müssten Sie bitte noch vorher hier die Formulare ausfüllen.

Hr. Hopkins: Ok. Was muss ich da alles ausfüllen?

ZFA: Da wäre erstmal das Anmeldeformular, dann der Anamnesebogen und die Einverständniserklärung zum Datenschutz.

Hr. Hopkins: Gut. Ich versuche, das auszufüllen. Aber mein Deutsch ist leider nicht perfekt, vielleicht habe ich ein paar Fragen.

ZFA: Kein Problem. Füllen Sie erst mal das aus, was Sie gut verstehen, den Rest schauen wir dann kurz gemeinsam an. Sie können alles in Ruhe im Wartezimmer ausfüllen. Hier haben Sie was zu Schreiben.
Nach 10 Minuten…

Hr. Hopkins: So, ich bin hier durch, aber ein paar Fragen habe ich schon noch.

ZFA: Wo hakt es denn?

Hr. Hopkins: Hakt?

ZFA: Ah, sorry! Wo liegen die Probleme?

Hr. Hopkins: Ach so. Also, was ist „Kiefergelenkknacken“?

ZFA: Wenn Sie beim Essen oder anderen Mundbewegungen ein deutliches Geräusch hören können, vor allem beim weiten Öffnen des Mundes.

Hr. Hopkins: Ok. Hab ich nicht. Und was bedeutet „Knirschen“?

ZFA: Das sind auch Geräusche. Wenn Sie die Zähne aufeinanderpressen, vor allem in der Nacht oder wenn Sie sehr angespannt sind.

Hr. Hopkins: Hm. Das weiß ich nicht. Da müsste ich meine Frau fragen.

ZFA: Kein Problem. Dann lassen wir das erst einmal offen. Das sieht Dr. Schröder dann schon. Noch Fragen?

Hr. Hopkins: Ja. Geschwüre im Mund?

ZFA: Wenn da was Neues wächst in der Mundhöhle, das hätten Sie ja sicher bemerkt.

Hr. Hopkins: Nee, da ist nichts. Und dann versteh ich auch nicht, was „Druckempfindlichkeit“ sein soll.

ZFA: Das bedeutet, dass Sie beim Kauen Schmerzen haben, wenn das Essen zu hart ist.

Hr. Hopkins: Also, wenn das Zahnfleisch blutet, wenn ich vom Apfel beiße?

ZFA: Nein. Das wäre dann Zahnfleischbluten. Eher, wenn Sie Kauen unangenehm bis schmerzhaft empfinden.

Hr. Hopkins: Ok. Dann sind da noch Fragen zu Schmerzen und ich weiß nicht, wie ich das formulieren soll.

ZFA: Haben Sie denn Schmerzen momentan?

Hr. Hopkins: Ja. Leider.

ZFA: Wo tut es denn weh?

Hr. Hopkins: Oben hinten.

ZFA: Also Schmerzen im Oberkiefer, links oder rechts?

Hr. Hopkins: Von mir aus rechts, der letzte Zahn.

ZFA: Ok. Haben Sie Ihre Weisheitszähne noch?

Hr. Hopkins: Welche Zähne?

ZFA: Die Weisheitszähne. Das sind die, die Sie erst ganz spät bekommen.

Hr. Hopkins: Verstehe. Die sind noch da.

ZFA: Wie lange haben Sie denn die Schmerzen schon?

Hr. Hopkins: Seit einer Woche ungefähr. Ich dachte es geht von selber weg, aber das wird immer schlimmer.

ZFA: Gut, dass Sie zu uns gekommen sind. Ich trage die Informationen für Sie hier ein. Haben Sie schon Schmerzmittel genommen?

Hr. Hopkins: Sicher. Zwei Aspirin heute Morgen.

ZFA: Gut, dass Sie das sagen. Da kann Dr. Schröder heute keinen Eingriff vornehmen.

Hr. Hopkins: Ach so? Warum?

ZFA: ASS ist ein Blutverdünner. Da hätten wir ganz große Probleme, eine OP-Wunde zu versorgen. Aber keine Sorge, wir können Sie, wenn nötig, morgen mit reinnehmen.

Unsere Blogautoren: Jana Kirchberger und Markus Ammon


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