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Januar 2019

In der Steinklinik

Ein Auszug aus der morgendlichen Übergabe zwischen den Kollegen der Steinklinik

Die in einer mecklenburgischen Kreisstadt gelegene Steinklinik hat einen großen Einzugsbereich, da sie das einzige größere Krankenhaus in diesem ländlichen Raum ist. Die generelle medizinische Versorgung in der Region kann durch die gesunkene Zahl niedergelassener Ärzte nur schwer gewährleistet werden. Deshalb kommen Patienten auch aus größerer Entfernung zur Behandlung in die Klinik. Das Personal ist international. Viele Pflegekräfte wurden im Ausland rekrutiert und haben nach ihrem Berufsanerkennungsverfahren in der Steinklink ihren beruflichen Einstieg in Deutschland gefunden. Einige der Ärzte stammen aus dem nichteuropäischen Ausland, wie Tansania, Ecuador, Tunesien und anderen Ländern.

Die Medizinische Klinik I der Steinklinik ist eine große Akutklinik für Innere Medizin und die bettenstärkste Abteilung im Hause. Für die stationäre Behandlung von jährlich über 4000 Patienten stehen ihr 104 Betten zur Verfügung. Das Spektrum der Klinik umfasst die fachgerechte Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, der Nieren, der Lunge und der Bronchien, der Leber, der Gallenblase und Gallenwege, der Bauchspeicheldrüse, von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus sowie von Krankheiten aus dem hämatologischen, onkologischen, infektiologischen, rheumatologischen, immunologischen und endokrinen Bereich.

Die Medizinische Klinik I gliedert sich in mehrere fachspezifische Abteilungen. Dadurch wird eine fachgerechte Behandlung der Patienten gewährleistet. Dabei wird großer Wert auf den ganzheitlichen Aspekt der Patientenversorgung gelegt. Ein Ärzteteam bestehend aus Chefarzt, Oberärzten sowie Assistenzärzten arbeitet mit teils spezialisiertem Pflegepersonal auf insgesamt 12 Stationen und einer interdisziplinären Intensivstation sowie in verschiedenen Ambulanzen und Arbeitsbereichen.

Wir befinden uns in der Abteilung der allgemeinen Inneren Medizin. Hier werden Patienten mit teilweise mehrfachen internistischen Erkrankungen betreut. Durch die sehr breite internistische Ausbildung der Ärzte und den sonographischen Schwerpunkt auf dieser Station können Patienten anhand der speziellen Diagnostik auf die für sie geeignete Abteilung (Gastroenterologie, Hepatologie, Hämatologie/ Onkologie, Rheumatologie, Infektiologie, Diabetologie, Endokrinologie, Pneumologie, Nephrologie, Geriatrie, Angiologie oder Kardiologie) verlegt werden.

Am Dienstagmorgen findet im Dienstzimmer des Pflegepersonals die Übergabe von Nacht- zu Frühschicht statt. Im Moment befinden sich 8 Patientinnen und Patienten auf der Station.

Anthony: Morgen allerseits. Gibt's Kaffee?

Susanne: Klar. Aber schieß mal los. Wir haben nicht ewig Zeit und du willst doch sicher bald ins Bett.

Anthony: Sicher. Du weißt ja gar nicht Bescheid nach deinem Urlaub. War's denn schön?

Susanne: Ja. Aber viel zu kurz.

Anthony: Dann geb ich dir mal einen Überblick: Da wäre die Frau Sommer in der eins. Die ist seit gestern da und klagte über Dyspnoe und Vertigo.

Susanne: Also Atemnot und Schwindel, ok. Was ist zu tun?

Anthony: Das Übliche halt. Jetzt gleich Blutabnahme und um 10 Sono.

Susanne: Gut. Umgänglich?

Anthony: Ja, war die Nacht über ruhig. Sie hat aber Angst vor dem Ultraschall, sagt sie. Vielleicht beruhigst du sie noch mal vorher. In der zwei liegen Herr Schön und Herr Braun. Herr Schön ist seit vorgestern hier und ein Kandidat für die Gastroenterologie. Nach seiner Gastroskopie soll er heute verlegt werden. Den müsstest du für die Verlegung fertig machen.

Susanne: Und soll er heute noch Frühstück kriegen oder wie sah die Magenspiegelung aus?

Anthony: Er ist auf Schonkost und bekommt Haferschleim. Herr Braun hingegen soll heute entlassen werden. Bei ihm hat man nichts gefunden, Dr. Al Hanbi hat „unspezifischer Rücken“ vermerkt. Ich glaube, der hatte Stress zu Hause und brauchte mal eine Auszeit.

Susanne: Wird er abgeholt oder muss ich einen Transport organisieren?

Anthony: Seine Frau kommt mit dem Auto und holt ihn nach der Visite ab. Auf der drei wäre da noch Frau Spießike. Die ist gestern umgekippt und ihr gings gar nicht gut. Dr. Sanchez tippt auf eine fortgeschrittene Diabetes mellitus. Das Labor sollte gleich da sein, ich schätz die wird auf die Diabetologie verlegt.

Susanne: Sonst noch was?

Anthony: Patrick, machst du weiter?

Patrick: Ok. Auf der vier…..

Unsere Blogautoren: Jana Kirchberger und Markus Ammon

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