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November 2017

Übungstests schon auf A1-Niveau einsetzen?

Vorbereitung auf Abschlusstests von Anfang an

Am Ende des Integrationskurses steht für die Teilnehmenden der hoffentlich erfolgreiche Abschluss der DTZ-Sprachprüfung an.

Grund genug mit der Vorbereitung auf den Test bereits von Anfang an zu beginnen – und das aus vielerlei Gründen. Denn wie bei jeder Sprachprüfung kommt es nicht nur darauf an, gute bis sehr gute Deutschkenntnisse unter Beweis zu stellen; auch das Wissen darüber, wie der Sprachtest selbst funktioniert, ist maßgeblich für den erfolgreichen Abschluss.

Der Fokus auf den Test selbst ist aber nur eine Seite der Medaille. Grundsätzlich ist eine nachvollziehbare Leistungsbewertung von Anfang an für die Teilnehmenden ein wichtiges Instrument der Selbsteinschätzung und Selbstmotivation. Darüber hinaus sorgen transparente Leistungseinschätzungen und Feedback für eine positive Beziehungsgestaltung innerhalb der Lerngruppe.

Sichtbare Leistungsfortschritte waren immer schon die beste Motivation. Also liegt ein wesentliches Moment der Kursgestaltung auf der Leistungsbewertung und -einschätzung – und das auf so vielen Wegen wie möglich: Kurzdiktate, Dialoge, Selbsteinschätzungen nach Hörtexten oder das klassische Fehlermarkieren in schriftlichen Aufgaben sind nur einige Beispiele.

Auch die Zwischentests im Prüfungsformat sind eine ideale Möglichkeit der Leistungsbewertung und Selbsteinschätzung. Hierbei sollte stets Raum für eigene Ideen der Teilnehmenden gegeben werden, worin und wodurch sie sich verbessern möchten.

Grundsätzlich ist eine produktorientierte Leistungsbewertung am sinnvollsten. Und demnach können auch Satzpuzzle, Poster, Präsentationen und andere im Kurs entstanden Teilnehmerprodukte bewertetet und beurteilt werden. Die große Überschrift „Lernerfolge sichtbar machen“ steht also über allem.

Die Diagnose der Leistungen erfolgt grundsätzlich in allen vier Fertigkeitsbereichen: Sprechen, Lesen, Hören und Schreiben und sollte ebenfalls einen Vergleich mit der Lernausgangslage ermöglichen.

Wichtig ist immer die Transparenz der zu erreichenden Ergebnisse. Es muss eine möglichst genaue Vorstellung, von dem was man können muss, auf Seiten der Teilnehmenden möglich sein. Bei andauerndem Misserfolg könnte das allerdings auch den gegenteiligen Effekt haben und demotivierend wirken.

Hier sind persönliche Gespräche an der Reihe und individuelle Vereinbarungen über Förderangebote angezeigt. Das Bewusstmachen, dass Lernen ganz viel Üben heißt, ist auch für die Teilnehmenden immer wieder wichtig, denn oft ist auch hier Ungeduld mit wenig Lernerfahrung gepaart.

Unsere Blogautorin: Anke Kuhnecke

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