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August 2011 | Frankfurt am Main

Zülfiye Kaykin wird Botschafterin für Mehrsprachigkeit und Integration

Die wohl überraschendste Personalentscheidung der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für ihr Landeskabinett ist eine 158 cm große, sportliche Powerfrau mit kurzen, blonden Haaren, 42 Jahre alt, Muslima und landespolitische Seiteneinsteigerin. Die Rede ist von Zülfiye Kaykin, seit dem 16. Juli 2010 Staatssekretärin für Integration. Sie ist die neue telc Botschafterin für Mehrsprachigkeit und Integration und steht damit in einer Reihe mit bekannten Persönlichkeiten wie der ehemaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth oder dem Fußball-Nationalspieler Cacau.

Beeindruckend sind der Lebenslauf und die politische Karriere von Zülfiye Kaykin. Als Neunjährige kam sie mit ihrer Mutter und den beiden Geschwistern aus der Türkei nach Duisburg, wohin ihr Vater zwei Jahre zuvor als Gastarbeiter gekommen war. Neben ihrer Ausbildung als Einzelhandelskauffrau und der Arbeit als Filialleiterin engagierte sie sich über viele Jahre ehrenamtlich in ihrer Heimatstadt Duisburg. Jahrzehntelang motivierte sie Zuwanderinnen und Zuwanderer, gleich welcher Herkunft, vor allem zum Deutschlernen, „weil Integration ohne die Sprache der neuen Heimat nicht gelingen kann“. 2007 zeichnete Bundespräsident Horst Köhler sie wegen ihrer Verdienste um das Zusammenleben verschiedener Religionen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.

Als Politikerin will die Mutter zweier Kinder mithelfen, dass das Thema Integration keine Randerscheinung oder Modefloskel bleibt: „Für eine gerechte Gesellschaft muss ein neues Bewusstsein des Miteinanders und der Kultur der Anerkennung entstehen.“

Das Plakat mit Zülfiye Kaykin wird in den nächsten Wochen an Bildungseinrichtungen und Multiplikatoren in Politik und Gesellschaft verschickt. Alle Plakate unserer telc Botschafter können Sie auch kostenlos per E-Mail bestellen.

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Gerne senden wir Ihnen kostenlos ein Exemplar aus unserer Plakatreihe der telc Botschafter zu - solange der Vorrat reicht.

E-Mail an M. Eichhorn

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