zurück zur Übersicht

April 2011 | Ankara

telc kooperiert mit türkischem Bildungsministerium

Weitreichende Verträge über Deutsch-Türkische Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung und die Einführung der telc Sprachenzertifikate an den staatlichen Volksbildungszentren wurden am 20.4.20011 in Ankara unterzeichnet.

Das Ministerium für Nationale Erziehung der Türkei, der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. und seine gemeinnützige Tochter telc GmbH wollen im Rahmen der Strategie des Lebenslangen Lernens künftig eng zusammenarbeiten. Dies ergibt sich aus Protokollen und Vereinbarungen, die eine Delegation unter Leitung der Bundestagspräsidentin a.D. und Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands, Prof. Dr. Rita Süssmuth mit dem stv. Staatssekretär des türkischen Bildungsministeriums, Herrn Mehmet Temel, sowie Generaldirektor Mehmet Can unterzeichnete. Vorgesehen sind insbesondere die Durchführung von gemeinsamen Konferenzen und Fortbildungsmaßnahmen, die Entwicklung von Austauschprogrammen für Lehrpersonal, die signifikante Steigerung der Zahl der Fremdsprachenlerner mit Zertifikatsabschluss (in verschiedenen Sprachen) und die Ausweitung des Angebots von Türkischprüfungen für den muttersprachlichen Unterricht in Deutschland mit den erweiterten telc-Zertifikaten.

Stv. Staatssekretär Mehmet Temel betonte in diesem Zusammenhang, dass Wissen und Information immer schneller veralten und deshalb einer ständigen Erneuerung bedürfen. Wichtig sei, dass wirklich alle Bürgerinnen und Bürger die Chance des lebenslangen Lernens bekommen. Der Generaldirektor für Lehrlingsausbildung und Weiterbildung, Mehmet Can, dankte Frau Prof. Süssmuth für Ihr Engagement für die in Deutschland lebenden Menschen türkischer Herkunft und betonte den Wunsch, durch die Kooperation mit telc die Anzahl der Fremdsprachenlerner und die Qualität des Fremdsprachenunterrichts in der Türkei deutlich zu erhöhen.

VHS-Präsidentin Prof. Dr. Süssmuth sieht es als Aufgabe, einen 'Clash of cultures' abzuwenden durch Programme des 'Von-einander-Lernens'. Als grundlegende Maßnahme für Erfolg in dieser Hinsicht wird von beiden Seiten die Stärkung der Fremdsprachenkompetenz gesehen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Zielsetzung, das Angebot für alle Kreise der Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Volkshochschulen (VHS) in Deutschland und die Halk Eğitim Merkezi (H.E.M.) in der Türkei bieten mit Ihren jeweils ca. 1000 Lehrstätten im ganzen Land eine hervorragende Gelegenheit der Verwirklichung des Anspruchs 'Bildung für Alle'.

Bild v.l.n.r.: Venhar Şahin, Nationales Erziehungsministerium; Jürgen Keicher, Geschäftsführer der telc GmbH; Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbands; Mehmet Temel, stv. Staatssekretär des türkischen Bildungsministeriums; Mehmet Can, Generaldirektor des Nationalen Erziehungsministeriums; Ulrich Angenvoorth, Verbandsdirektor des Deutschen Volkshochschul-Verbands; Petra Kochendörfer, Deutsche Botschaft Ankara

Lesen Sie auch den Bericht des türkischen Bildungsministeriums (in türkischer Sprache).