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Juni 2011 | Oberursel (Taunus)

Der Minister war hin und weg

Wie überzeugend, authentisch und erfrischend Kinder Theater spielen können, erlebten Besucher des Hessentages in Oberursel, unter ihnen Hessens stellvertretender Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn. Nach eineinhalb Stunden, in denen er geduldig und mehrfach schmunzelnd zuhörte und zuschaute, lobte und beglückwünschte er die Akteure im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Auch den erwachsenen Regisseuren der Volkshochschule Hochtaunus und des Internationalen Bundes Frankfurt sprach er ein großes Lob aus.

Aufgeführt wurde ein Mix von vier Märchen aus unterschiedlichsten Kulturen – von den Eskimos, aus Russland, Lettland und Deutschland - nach einem von den Kindern selbst verfassten Drehbuch. Auch die Requisiten waren selbst gebastelt. Grandios war zum Beispiel eine Art Rollbühnen-Bild mit Schloss beziehungsweise Wald, das aufgewickelt wurde, wenn Schneewittchen und die sieben Zwerge die Szene bestimmten.

Die bejubelten kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler aus einigen deutschen und noch mehr Familien aus unterschiedlichsten Zuwanderungsländern wechselten dabei souverän zwischen Deutsch und ihren Muttersprachen. Das beeindruckte auch Minister Hahn und Jürgen Keicher, Geschäftsführer der in Frankfurt ansässigen telc GmbH, die mit ihren Europäischen Sprachprüfungen in 20 Ländern aktiv ist. Die gemeinnützige Tochter des Deutschen Volkshochschul-Verbandes hatte die kreativsten deutschen Volkshochschulen unter dem Titel „Sagen und Märchen aus aller Welt“ zur Förderung von Integration und Mehrsprachigkeit ermutigt.

Zu den von einer Jury ausgewählten besten Konzepten, die von der telc GmbH auch finanziell gefördert werden, gehörte auch das der Volkshochschule Hochtaunus. Sie kooperierte bei der Realisierung mit einer Jugendgruppe des Internationalen Bundes Frankfurt.

Ähnliche Projekte finden in den nächsten Monaten bundesweit in 24 weiteren Volkshochschulen statt.

Märchenaufführung der VHS-Hochtaunus und telc GmbH unter der Schirmherrschaft von Integra-tionsminister Jörg-Uwe Hahn

Juni 2011