Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei wird gerade im Bildungsbereich immer enger. Das bewies der Besuch einer Delegation des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen unter Leitung von Staatssekretärin Zülfiye Kaykın im telc Verbindungsbüro in Istanbul. Dort hatte die aus Düsseldorf angereiste Staatssekretärin als aktuelle telc Botschafterin für Mehrsprachigkeit und Integration quasi ein „Heimspiel“. (Poster mit ihrem Foto sind derzeit in zahllosen deutschen Bildungseinrichtungen und Rathäusern zu sehen.)
Çiğdem Akkaya, Leiterin des telc Verbindungsbüros, informierte die Gäste ausführlich über das immer erfolgreicher werdende Engagement der gemeinnützigen telc GmbH in der Türkei. Das fand großes Interesse nicht nur bei der in der Türkei geborenen deutschen Staatssekretärin, sondern auch bei allen Mitgliedern ihrer Delegation. Dazu gehörten Abteilungsleiter Antony Rütten, Pressesprecherin Daniela Milutin, Thilo Scholle, persönlicher Referent von NRW-Arbeits-, Integrations- und Sozialminister Guntram Schneider, die stellvertretende Direktorin der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung Gülay Kızılocak sowie Journalisten der großen in Nordrhein-Westfalen erscheinenden Tageszeitungen „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „WAZ“ – Westdeutsche Allgemeine Zeitung.
Die deutschen Gäste erkundigten sich, wie Betroffene auf den von Deutschland für den sogenannten Ehegattennachzug gesetzlich vorgeschriebenen Nachweis von deutschen Sprachkenntnissen in Form einer Prüfung auf dem Sprachniveau A 1 reagierten. Antwort: Mit dem Lernerfolg steige meist auch das Selbstwertgefühl und die Freude, für den Start in Deutschland besser vorbereitet zu sein. Für deutsche Türkei-Experten ist das offensichtlich nicht erstaunlich. Gülay Kızılocak wies in diesem Zusammenhang auf die Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Studie ihrer in Essen beheimateten Stiftung hin, die genau diese Aussage bestätigen.
Beklagt werde allerdings häufig, so Kızılocak, dass in der Türkei das Angebot an Deutschkursen und Sprachprüfungen noch nicht ausreichend und flächendeckend sei. Ähnlich seien allerdings Klagen in Deutschland, wo Zugewanderte ebenfalls mehr Gelegenheit zur Teilnahme an Deutschkursen sowie mehr berufsorientierte Angebote und Praktika zur beruflichen Fortentwicklung wünschten. Diese Defizite versucht telc - language tests zu beseitigen, und zwar sowohl in Deutschland als auch in der Türkei. Büro-Abteilungsleiter Antony Rütten zeigte sich in diesem Zusammenhang angetan vom immer breiter werdenden Netz von telc Prüfungszentren in der Türkei.
Staatssekretärin Zülfye Kaykın, engagierte Förderin von Mehrsprachigkeit und Integration, erklärte zur Situation von Zuwanderern in Nordrhein-Westfalen, sie motiviere diese Bevölkerungsgruppe zum Erlernen guter deutscher Sprachkenntnisse. Gleichzeitig werbe sie bei der deutschen Bevölkerung für mehr gesellschaftliche Anerkennung und Förderung von Herkunftssprachen, und zwar bei allen Zuwanderergruppen. Deshalb wolle sie sich für das gemeinsame Vorhaben des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Volkshochschulen und der gemeinnützigen telc GmbH engagieren, in Kooperation mit den Landesministerien 250 Stipendien für muttersprachliche Türkischkurse für nordrhein-westfälische Schülerinnen und Schüler einschließlich einer telc Prüfung auszuloben. (Was bereits großen Erfolg in Hessen und Niedersachsen hatte.)
Für das telc Team in Istanbul war dieser Besuch eine große Ermutigung!















